Was wir wollen und was nicht! Ein notwendiger Kommentar zum Dresden-Gedenken 2017

„Politik ist die Kunst des Machbaren”, wenn man es mit Bismarck sagen möchte.

In den zurückliegenden 11 Jahren haben wir, über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg, das Gedenken in Dresden hochgehalten. Selbst, als sich die Veranstalter ehemaliger Großveranstaltungen längst zurückgezogen hatten.

Mit unseren Freunden aus ganz Deutschland, vor allem aber auch mit unseren Gästen aus vielen europäischen Ländern, haben wir in guten und in schweren Jahren, teils trotz massiver Gewalt, das mahnende Erinnern an die Luftkriegstoten unserer Stadt verteidigt und ein Zeichen der Freundschaft zwischen den Völkern Europas gegen Krieg und Bombenterror gesetzt.

Gemeinsam werden wir dies auch zukünftig, in einer den äußeren Umständen und dem Anlass möglichst angemessenen Form, fortführen.

DAS WOLLEN WIR und reichen dazu jedem, der guten Willens ist, die Hand!

Wir erheben dabei keinen Alleinanspruch auf irgendetwas. Als Dresdner aber erheben wir sehr wohl den Anspruch, selbst zu entscheiden in welchem Umfang und welcher Form wir der Toten unserer Stadt gedenken!

Politische Forderungen gehören auf eine politische Veranstaltung. Diese kann ihren Platz zu jeder Zeit und an jedem Ort finden. Die Zerstörung unserer Stadt vor 72 Jahren jedoch, einzig aus dem Kalkül heraus zu missbrauchen, dass sich durch die bewusste Wahl des Datums ein wie auch immer geartetes Massenevent generieren lassen könnte, ist nicht besser als die Art und Weise der Dresdner Stadtoberen und stellt die gleiche Instrumentalisierung unserer Toten für eigene Interessen dar – eben nur aus anderer Richtung.

WAS WIR DAHER NICHT WOLLEN sind Bevormundungen ortsfremder Personenkreise, die ohne jedes Hintergrundwissen über die Zustände und stadtpolitischen Verflechtungen vor Ort, vor allem aber OHNE JEDE RÜCKSPRACHE ihre persönlichen Kämpfe auf dem Rücken der Dresdner Bombentoten meinen austragen zu müssen.

Aus diesem Grund verwahren wir uns deutlich gegen den Missbrauch des von uns verwandten Terminus “Dresden-Gedenken” durch Herrn Ittner, dessen Niveaulosigkeiten und haltlosen Anfeindungen wir nur mit einem Lächeln zur Kenntnis nehmen können.

Verteilte Handzettel mit verstümmelten Hitler-Zitaten, Netzseiten mit eindeutig strafbaren Inhalten oder selbst gemalte Klebezettel mit Krakeleien beschädigen das Gedenken in Dresden und haben mit unserer jahrzehntelangen Arbeit vor Ort nichts zu tun!

WIR NEHMEN VON DIESEN DINGEN DEUTLICH ABSTAND!

Dieser den Toten unseres Volkes gegenüber unwürdige Stil, ist nicht der unsere. Jede weiterführende Auseinandersetzung damit ist weder zielführend noch notwendig.

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