Tradition

1946       „Das Läuten der Glocken

Zwei Schuljungen, so berichten unterschiedliche Quellen, bestiegen am
13. Februar 1946, dem ersten Jahrestag der Zerstörung Dresdens, den Turm der Dresdner Kreuzkirche und läuteten zum Zeitpunkt des Beginns der Angriffe, gegen 22:00 Uhr, die Glocken. Das Glockenläuten zu dieser Zeit am 13. Februar entwickelte sich seitdem zu einem festen Bestandteil Dresdner Erinnerungskultur.

 

1982       „Friedensgebet“

Erinnerungen

Lesen Sie, wie ein involvierter Zeitzeuge auf die Ereignisse der Jahre 1981 / 1982 zurückblickt, welche schließlich, entgegen dem Willen des Staates, zu dem bekannten und machtvollen Friedensgebet in der Dresdner Kreuzkirche führten.

 

1990       „David Irving in Dresden“

Erstmals am 13. Februar 1990, später noch einmal am 5. Juni desselben Jahres, spricht der bekannte Dresdner Historiker David Irving vor mehr als 500 Teilnehmern (andere Quellen sprechen von bis zu 1200 Zuhörern) im Dresdner Kulturpalast. Bis zu seiner Rückkehr nach Dresden 2015 vergehen 25 Jahre .

Plakataufruf zum „Ausflug in die geschichtliche Wahrheit“ mit dem bekannten britischen Historiker David Irving, unter anderem am 5. Juni 1990 in Dresden.

 

1995       „britische Krokodilstränen“

Grundsteine nationaler Erinnerungskultur

Der ehemalige Vorsitzende der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands erinnert sich an seine ersten Aktionen rund um das Gedenken in Dresden Anfang der 1990er Jahre bis zu seiner Verhaftung 1996. So auch an den Besuch der britischen Königin Elisabeth II., anlässlich des 50. Jahrestages der Zerstörung Dresdens 1995.

 

1998       „Eine Idee wird geboren…“

Der 13. Februar und das Gedenken in Dresden

Ein ehemaliger Teilnehmer erinnert sich, wie nach dem Zusammenbruch der DDR nach und nach der von den Massenmedien verordnete Schuldkomplex einsetzt. Dieser mündet schließlich, im Februar 1998, in einen gewaltsamen Übergriff der Polizei gegen eine Gruppe Jugendlicher, unter dessen Eindruck die Idee eines jährlichen Trauer- und Gedenkmarsches in Dresden geboren wird.

Transparentaktion 1998 nahe der Frauenkirche am Fürstenzug.

 

1999       „Die ersten Trauermärsche

In den Abendstunden des 13. Februar 1999 finden sich über 150 Teilnehmer ein, um an einer angemeldeten Veranstaltung der damals lautenden Organisation „Junge Landsmannschaft Ostpreussen“ (JLO) teilzunehmen. Der erste Dresdner Trauermarsch startet am Hauptbahnhof, zieht über die Prager Straße und endet direkt an den Trümmern der Frauenkirche. Die Idee, die ein Jahr zuvor unter den Eindrücken der Polizeigewalt geboren wurde, entwickelt sich in den künftigen Jahren zu einem festen Termin, der traditionell am Abend des 13. Februar von Gästen auch weit über Dresdens Grenzen hinaus wahrgenommen wird.

Eine Aufnahme vom ersten Dresden-Gedenken am 13. Februar 1999.

Werbematerial aus den ersten Jahren des Gedenkens in Dresden.

 

2004       „Ein Wendepunkt…

Spätestens mit dem Einzug der NPD in den Sächsischen Landtag tritt eine deutliche Interessensverlagerung ein. Mit Bockwürstchen, Dixi-Klos und Verkaufsständen wandelt sich die einstige Gedenkveranstaltung immer mehr zu einem politischen „Event“. Zuvor transportierte Inhalte verlieren indes immer weiter an Gewichtung. Besonders aus den Reihen örtlicher Aktivisten wächst die Kritik an dieser Entwicklung.

14. Februar 2004: Erstmals seit 1999 kein Gedenken mehr am 13. Februar.

Im Jahr 2005 fällt der 13. Februar auf ein Wochenende. Während ein verstärktes parteipolitisches Auftreten zu beobachten ist, rücken inhaltliche Aspekte weiter in den Hintergrund.

Die Entwicklung der Vorjahre reißt auch bei der Veranstaltung am 11. Februar 2006 nicht ab. In der Folge versärkt sich die kritische Auseinandersetzung über mangelnde Inhalte und die gesetzten Schwerpunkte.

 

2007       „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ (2007 – 2016)

Das seit dem Jahr 2004 vorangetriebene Abrücken der Veranstalter von einer abendlichen Gedenkveranstaltung am 13. Februar, hin zu einem politisierten „Massenevent“, sorgt vor allem in Dresden, aber auch darüber hinaus, für Unmut. Die Kritik an den Zuständen findet letztendlich im Jahr 2007 ihren sichtbaren Ausdruck in der Entstehung des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“, das in den folgenden zehn Jahren nicht nur eine bundes- und europaweit beachtete Aktionswoche initiiert, sondern auch die Forderung nach der Errichtung eines würdigen Denkmals zu Ehren der Dresdner Luftkriegstoten wieder aufgreift und verloren gegangene Inhalte zurück in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt.
Auch setzt sich das Aktionsbündnis für eine Rückkehr auf das ursprüngliche Datum – den 13. Februar – ein, der inzwischen mehr und mehr den Dresdner Stadtoberen und der von ihnen öffentlich propagierten Lesart der historischen Ereignisse überlassen wird.

Ein umfangreicher Zeitzeugenvortrag unter Leitung des Historikers Dr. Olaf Rose,
fand im Rahmen der ersten Aktionswoche des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“
im Jahr 2007 statt.

Verschiedene Straßentheater und andere kreative Aktionen gehörten immer wieder zum Bestandteil der „Aktionswoche 13. Februar“. Hier im Jahr 2008 vor der Dresdner Semperoper.

 

2008       „Ein Ringen um Schwerpunkte“

Während einerseits das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ daran arbeitet, seine Aktivitäten weiter auszubauen, setzt sich andererseits die politische Überlagerung des Gedenkens weiter fort. Im Ringen um die Schwerpunkte und Inhalte der Erinnerungskultur in Dresden etabliert sich eine zweite Gedenkveranstaltung des Aktionsbündnisses, welche zwar ganz klar als deutliche Reaktion verstanden werden soll, sich jedoch nicht als explizite Gegenveranstaltung begreift, sondern vielmehr als Ergänzung innerhalb des gesamten Themenkomplexes.

Die Aktion „1000 Lichter für Dresden“, hier im Rahmen der „Aktionswoche 13. Februar 2008“, wurde für Jahre ein fester Bestandteil.

Auch bei der Großveranstaltung am 16. Februar 2008 wird das Gedenken deutlich von politischen Inhalten flankiert.

 

2009       „Nicht der Täter ‚geh-denken‘!“

Dresden-Gedenken 2009

Aktionswoche 2009 wird noch eingepflegt

Als Reaktion auf die Initiative „Geh Denken“, unter der verschiedenste politische wie gesellschaftliche Gruppierungen und Organisationen mehrere Jahre die Dresdner Luftkriegstoten verhöhnen, versammeln sich unter der Losung
„Nicht der Täter ‚geh-denken‘!“ am 13. Februar 2009 1200 Teilnehmer zum Dresden-Gedenken.

1200 Teilnehmer aus mehreren Ländern beteiligten sich am Dresden-Gedenken 2009.

„Geh Denken“ – unter diesem Slogan verhöhnen verschiedenste Organisationen über Jahre hinweg die Dresdner Bombenopfer. Hier ein Plakat aus dem Jahr 2005.

 

2010       „Blockiert! – Auf der Suche nach Wegen…

Aktionswoche 2010 wird noch eingepflegt

Zerstörte Fahrzeuge, Angriffe auf Reisegruppen, brennende Barrikaden, Verletzte und eine verhinderte Großveranstaltung, so die düstere Bilanz des 13. Februar 2010. Das Oberverwaltungsgericht verlegt den Treffpunkt zuvor an den Neustädter Hauptbahnhof in Dresden. Eine Allianz aus gewaltbereiten Antifaschisten, bekannten Bundes-, Landes- und Regionalpolitikern sowie verschiedensten Organisationen blockiert daraufhin, teils unter Anwendung massiver Gewalt, mit mehr als 10.000 Menschen die Anfahrts- und Zugangswege zur Gedenkveranstaltung. Später stellt sich heraus: der Staat finanzierte zu einem nicht unerheblichen Teil die Anreise der Gegendemonstranten.
Eine beginnende Suche nach Gegenstrategien ist ebenso die Folge, wie eine einsetzende Resignation der Veranstalter der bisherigen Großveranstaltung.

Allerorten Polizei und eine unübersichtliche Lage, so die Situation am 13. Februar 2010, als massive Gewalt und rechtswidrige Blockaden ein Gedenken in Dresden unmöglich machen.

 

2011       „Jetzt erst recht! Gegen das Vergessen!

Dresden-Gedenken 2011

Aktionswoche 2011 wird noch eingepflegt

Nach den aufwühlenden Ereignissen im Jahr 2010 gelingt es, am 13. Februar 2011, wieder ein Dresden-Gedenken mit etwa 1800 Teilnehmern durchzuführen. Darunter abermals Vertreter verschiedener Länder. Der Versuch einer erneuten, als Sternmarsch konzipierten, Großdemonstration am darauffolgenden Wochenende scheitert aufgrund massiver Gewaltexzesse linker Krawalltouristen, welche Dresden in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand versetzen.
Die Südvorstadt wird verwüstet, der polizeiliche Notstand ausgerufen.
Im Ergebnis ziehen sich die bisherigen Veranwortlichen zum Teil zurück. Aktivisten aus Dresden jedoch führen das Gedenken auch in den kommenden Jahren, allen Widerständen zum Trotz, weiter.

Ein Transparent des damaligen Aktionsbündnis gegen das Vergessen beim Dresden-Gedenken am 13. Februar 2011.

Massive Gewalt von Links, bürgerkriegsähnliche Zustände und polizeilicher Notstand verhindern den erneuten Versuch einer Großdemonstration am 19. Februar 2011.

 

2012       „Junge Menschen, geht gegen den Wind…!

Dresden-Gedenken 2012

Aktionswoche 2012 wird noch eingepflegt

2000 Gäste aus mehreren europäischen Nationen begleiten das ehrende Dresden-Gedenken in Erinnerung der Dresdner Luftkriegstoten vom 13. Februar 1945. Neben den aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Teilnehmern wohnen auch Delegationen unter anderem aus den Niederlanden, Russland, der Tschechischen Republik, Schweden, Irland, der Schweiz und erstmals auch aus Finnland der Veranstaltung am 13. Februar 2012 bei.

Die Fahnen senken sich zur Totenehrung. Dresden-Gedenken 2012.

 

2013       „Durchhalten…

Dresden-Gedenken 2013

Aktionswoche 2013 wird noch eingepflegt

13. Februar 2013. Ein weiteres Jahr verhindern gewaltbereite Linksextremisten, geduldet von Staat und Polizei, die Anreise mehrerer hundert Teilnehmer des Dresden-Gedenkens. So werden sowohl am Hauptbahnhof (etwa 500), als auch am Lennéplatz (etwa 400) angereiste Gäste aus In- und Ausland in Polizeikesseln festgehalten und über Stunden gewalttätigen Angriffen ausgesetzt. Allein am Lennéplatz zählen die Organisatoren 38 Verletzte.

Polizeieinheiten kesseln am 13. Februar 2013 400 Teilnehmer am Lennéplatz ein. Ähnliche Szenen ereignen sich am Dresdner Hauptbahnhof.

Trotz stundenlanger Angriffe im Polizeikessel wird die Totenehrung abgehalten.
Nur Durchhalten!

 

2014       „Gegen die Unkultur des Vergessens

Dresden-Gedenken 2014

Aktionswoche 2014 wird noch eingepflegt

Infolge eines notwendigen Strategiewechsels, aber auch dank des langen Atems und Durchhaltevermögens der Veranstalter, gelingt es am 12. Februar 2014 mehr als 500 Teilnehmern aus mehreren europäischen Ländern, erstmals seit den seit 2010 anhaltenden Blockaden gewaltbereiter Linksextremisten, wieder ein erfolgreiches, vor allem aber ehrenhaftes und würdiges Totengedenken in der am 13. Februar 1945 durch alliierte Luftstreitkräfte schwer zerstörten Kunst- und Kulturstadt Dresden durchzuführen.

Nach vier Jahren des „eisernen Durchhaltens“ endlich wieder möglich:
Ein würdiges Dresden-Gedenken 2014.

 

2015       „David Irving zurück in Dresden“ // „WIR gedenken!

Dresden-Gedenken 2015

Aktionswoche 2015 wird noch eingepflegt

25 Jahre nach seinem letzten Auftritt und nach dem Ablauf eines langjährigen Einreiseverbotes gelingt es den Dresdner Organisatoren, David Irving erneut nach Dresden zu holen. Sein Referat am 14. Februar 2015 ist, neben einem Gedenkflieger, einer Aktion mit 200 Luftballons und einem Infostand in der Innenstadt, nur eine von zahlreichen Aktivitäten rund um den 70. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Den Abschluss bildet das von 550 Teilnehmern aus zehn Nationen besuchte Dresden-Gedenken am 15. Februar 2015.

Am 14. Februar 2015, 25 Jahre nach seinem letzten Besuch, spricht der bekannte britische Historiker David Irving wieder in Dresden.

200 Luftballons steigen in den Himmel auf: Nur eine von vielen Aktionen rund um den 70. Jahrestag der Zerstörung Dresdens.

 

2016       „Aus der Trauer zur Kraft!

Dresden-Gedenken 2016

Aktionswoche 2016 wird noch eingepflegt

Durch ein großes Wohnviertel zu einem Gedenkstein in Dresden-Nickern führt das Dresden-Gedenken 2016. Den Sandsteinobelisk mit seinem klaren Bekenntnis zur mahnenden Erinnerung der „Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors“ noch deutlicher als bisher in das Gedenken mit einzubinden, ist eine klare und selbstbewusste Entscheidung der Organisatoren. Forderungen der Dresdner Gutmenschen nach einer Umgestaltung des Denkmals folgen prompt.

Kundgebung des Dresden-Gedenkens 2016 am Sandsteinobelisken in Nickern.

 

2017       „Wieviele starben? Wer kennt die Zahl?

Dresden-Gedenken 2017 + Video

Aus insgesamt sechs Ländern kommen die 800 Gäste am 11. Februar 2017 nach Dresden, um ehrenvoll der Opfer der alliierten Luftangriffe von 1945 zu gedenken. Neben den Reden aus der Tschechischen Republik und Österreich bleibt vor allem der Beitrag der serbischen Gäste eindrucksvoll in Erinnerung, deren Sprecher auf die Ereignisse im Krieg gegen Ex-Jugoslawien hinweist.

Dresden-Gedenken 2017: Bei der Abschlusskundgebung sprechen auch Gäste aus mehreren europäischen Ländern.

 

2018       „Wir sind hier, um die Wahrheit auszusprechen!“

Dresden-Gedenken 2018 + Video

Gut 600 Teilnehmer aus sieben Ländern versammeln sich am 10. Februar 2018 und ziehen ungestört durch die ehemaligen historischen Dorfkerne im Dresdner Osten, welche bei den Berichten zur Zerstörung der Stadt oft dem Vergessen anheimfallen und so wieder in den Fokus gerückt werden sollen.
Die Abschlusskundgebung, bei der unter anderem auch der Europaabgeordnete Udo Voigt spricht, findet am Großen Garten in der Nähe des Zoos statt. Beide Orte spielen in der Geschichte der Zerstörung Dresdens eine tragische Rolle.

Die Spitze des Demonstrationszuges beim Dresden-Gedenkens 2018.

 

2019       „Erhebet die Herzen!“

Dresden-Gedenken 2019 + Video

Das Dresden-Gedenken 2019, am Abend des 15. Februar, markierte nicht nur den 74. Jahrestag der Zerstörung der Kunst- und Kulturstadt Dresden durch alliierte Terrorbomber, sondern auch das 20. Jahr nationaler Erinnerungskultur in der sächsischen Landeshauptstadt. Mehr als 1200 Teilnehmer aus acht Nationen folgten dem Ruf ihres Gewissens. Aus gegebenem Anlass bewegte sich der Gedenkmarsch nach einigen Jahren wieder durch die Dresdner Innenstadt.

Wieder durch die Dresdner Innenstadt: Das Dresden-Gedenken 2019.

 

 

 

 

 

 

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